Martin KasprzakĀ 

Martin Kasprzak ist ganzheitlicher Coach, Mentaltrainer und als lizensierter Karriere-Navigator-Coacheiner von vier Coaches, die Jugendliche für Barrierefrei Starten auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.
Im Gespräch mit… Martin Kasprzak 

Wie definieren Sie Inklusion?
Inklusion bedeutet für mich, dass alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben und ihnen die gleichen Möglichkeiten offenstehen, um ihre ureigenen Potenziale auszuschöpfen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen – unabhängig davon, ob sie behindert sind oder nicht.
 
 
Sind Sie der Ansicht, dass die bisherigen Strategien in Politik, Schule und Gesellschaft effektiv sind oder sehen Sie Nachbesserungsbedarf?
Ich denke, dass es hier noch einiges in Gesellschaft und Politik zu tun gibt. Wir sind noch weit von dem Ideal der Inklusion entfernt – einem Zustand, in dem es keine Rolle mehr spielt, ob man behindert ist oder nicht.
Wir sind aber auf dem Weg zu diesem Ideal sicherlich schon ein gutes Stück vorangekommen. Aus meiner Sicht hat sich vor allem in unserer Gesellschaft schon viel getan. Es gibt immer mehr Menschen und Betriebe, die sich für das Thema Inklusion öffnen. Das ist sehr gut.
Im Bereich Bildung gibt es meines Erachtens noch einiges zu tun. Während man in vielen Kindergärten heute schon gelebte Inklusion erleben kann, so sieht es in der Grundschule dann oft schon nicht mehr so gut aus. In weiterführenden Schulen und vor allem auch in den Berufsschulen ist meiner Meinung nach das Thema Inklusion noch nicht angekommen. Hier fehlt es an (bundes-)einheitlichen Konzepten und auch an finanziellen Mitteln, ohne die die notwendigen Voraussetzungen  wie etwa Infrastruktur, Personal, Ausbildung für die Inklusion an diesen Institutionen nicht geschaffen werden können. 
 
 
Weshalb ist die individuelle Förderung gerade beim Übergang ins Berufsleben so bedeutsam? 
Die Arbeit mit den Jugendlichen erfordert oftmals sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Zudem haben die Jugendlichen neben ihrem Handicap und ihrer ganz persönlichen Geschichte auch individuelle Wünsche, Fähigkeiten, Stärken und Potenziale, die es bei der Wahl einer Berufsausbildung zu berücksichtigen gilt. Dies ist nur im Rahmen einer individuellen Förderung durchführbar.
Eine individuelle Förderung ist auch notwendig, weil das Thema Inklusion im Bereich der Berufsausbildung bisher leider kaum berücksichtigt wird. Die regelmäßige und individuelle Arbeit mit den Jugendlichen erlaubt es mir als Coach, zeitnah auf Schwierigkeiten in der Berufsschule oder im Ausbildungsbetrieb einzugehen. Damit können größere Probleme und Schwierigkeiten zumeist im Vorfeld verhindert werden.
Das durch diese intensive Arbeit mit den Jugendlichen entstehende Vertrauen macht es oft möglich, die Jugendlichen dazu zu motivieren, den nächsten Schritt zu gehen oder die nächste Herausforderung zu bewältigen. 
 
Was motiviert Sie, sich bei Barrierefrei starten als Coach zu engagieren?
Es macht mir unglaublich viel Spaß, die Jugendlichen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleiten zu dürfen und zu sehen, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickeln.
Zudem möchte ich einen Beitrag dazu leisten Inklusion zu leben. Die Idee von Barrierefrei starten hat mich daher sofort begeistert und ich war mir schon nach dem ersten Gespräch sicher, dass ich meine Fähigkeiten hier gerne einsetzen möchte. 
 
 

 
 

 
 

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